Abendliches Gartenshooting mit 3 Kindern

Meine Kinder lieben es in den Garten zu gehen. Mittlerweile können es die einjährigen Zwillinge auch schon kundtun, der Große sowieso. Ab und zu nehme ich dann meine Kamera mit hinaus. Es war schon früher Abend und das Wetter war optimal.

Die Lichtverhältnisse waren gut, vielleicht war schon ein bisschen zu wenig Licht vorhanden. Deswegen entschied ich mich für mein Canon Objektiv mit der fixen Brennweite von 50mm. Hier kann ich die Blende weit auf machen (kleine Blendenzahl = große Blendenöffnung = es kommt viel Licht auf den Sensor). Bei Kinderfotografie ist der Nachteil daran: man muss genau arbeiten, genau fokussieren und schnell sein. Die Schärfentiefe ist durch die offene Blende - und wenn das Kind sehr nahe steht – sehr gering. Da kann es leicht passieren, dass durch die Bewegung des Kindes das Foto unscharf wird. Und die Stelle, die scharf abgebildet ist, ganz woanders ist, als man es vorgehabt hat.

Durch die Abendsonne lag die Terrasse mit Garten schon im Schatten. Durch das diffuse Licht hatte ich eine recht gleichmäßige Ausleuchtung für meine quirligen Motive. Ich musste mir nicht über irgendwelche Sonnenflecken in ihren Gesichtern Gedanken machen - ideale Bedingungen für schöne Fotos.

Motive hatte ich ja genug. Kinder sind noch so neugierig und entdecken an jeder Ecke etwas für sie Spannendes. Die Schwierigkeit für mich war, mich auf ein Kind zu konzentrieren. Erstens machte jedes meiner drei Kinder irgendetwas Süßes und fotografier-würdiges und auf der anderen Seite musste ich natürlich auch immer alle im Auge behalten, da ich zu der Zeit alleine mit ihnen im Garten war. Am Anfang hatte ich sie noch gerufen oder versucht sie dazu zu bringen, dass sie kurz in die Kamera schauen – ich wollte von jedem so ein Portraitfoto haben. Von meinem Beruf her, habe ich immer gewisse Vorstellungen in meinem Kopf, die ich dann fotografisch umsetze. Was bei Erwachsenen gut funktioniert, ist bei Kindern immer eine Herausforderung. Ich ließ die Kinder dann einfach spielen und griff nicht mehr in die Situation ein. Ich war stiller Beobachter und konnte dadurch schöne kleine Geschichten fotografieren.

 

Zum Schluss kann ich immer wieder bestätigen: Portraitfotos mit schon größeren Kindern ist auf jeden Fall wesentlich einfacher zu meistern als mit Einjährigen. Auf der anderen Seite lässt sich mein Großer zwar leichter positionieren, dafür macht er dann viel lieber lustige Grimassen.

 

ISO 320 | 50mm | f1,8 | 1/400-1250s (Je nach Standort und Lichtmenge)

 

 

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